Schweifschiefhaltung und die Ilio-sacral-Gelenke (ISG) = Kreuz-Darmbein-Gelenke

 

Die ISG`s gehören zu den straffen Gelenken. Sie werden durch starke Bänder gefestigt und es finden eher kleine Bewegungen in der Sagittalebene statt.

Es gibt 2 ISG`s! 
Die gelenk-bildenden Knochen sind das Kreuzbein (Sacrum) und die beiden Darmbeine (Ilium)....im Volksmund auch gerne, fälschlicher Weise, als "Hüfte" oder einfach als "Kreuz" bezeichnet.....

Störungen in diesem sehr empfindlichen Bereich führen häufig zu Taktfehlern, klemmiger Hinterhand bis hin zu ausgeprägten Lahmheiten. Pferde mit solchen Läsionen können versuchen den Bereich zu entlasten, indem sie die Hinterhand stark nach hinten raus oder unter den Körper stellen. Ja nach Position der Läsion.

Die Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen. Der ganze Bereich ist stark mit Nerven versorgt. Bei Läsionen kann es zu Problemen mit dem N. Ischiadicus kommen, was sehr schmerzhaft ist!

Ein schief getragener Schweif KANN ein Hinweis auf eine Läsion dort sein, ist aber kein zwingendes Indiz.....!!!

Läsionen im KDB-Bereich entstehen nicht ausschließlich durch schwerere Traumata (Stürze, Wegrutschen, in ein Loch treten....)!
Meiner Erfahrung nach entstehen Probleme in diesem Bereich sehr häufig durch Fehlspannungen in der Muskulatur (ebenfalls der schiefe Schweif). Diese werden (unter anderem) durch falsches Equipment und unvorteilhafte Reitweisen begünstigt.

Ein weiterer wesentlicher Faktor für diese Fehlspannungen ist psychischer STRESS! (Vergleichbar mit Nackenverspannungen bei uns....).
Hier ist eine Faszienbehandlung (mal wieder...) sehr hilfreich um dem Stress und seinen Folgen entgegen zu wirken.

Nicht zu vergessen ist auch, daß Fehlstellungen unterhalb des Beckenkomplexes (Beinachse, Hufe) sowie in der Wirbelsäule KDB-Läsionen sehr "begünstigen".
Sie führen quasi zu einem Dauerstress im (passiven) Kapsle-Band-System, wodurch Irritationen (z. B. Überdehnungen der Bänder... mit folgenden Instabilitäten) vorprogrammiert sind.

In solchen Fällen kann ich nur zu fachlich kompetenter Physiotherapie raten, um durch eine gezielte Kräftigung des umliegenden AKTIVEN Halteapparat die gedehnten Bänder zu kompensieren!

Fazit:

Läsionen des Kreuz-Darmbeins sind ein sehr umfangreiches Thema, bei dem auch organische Beschwerden auftreten können. 
Hier bedarf es häufig einer guten Zusammenarbeit mit Physiotherapeut, Tierarzt, Osteotherapeut, Hufschmied, Sattler, Zahnarzt,usw.....

Bewegung ist Lebens Foto.
Bewegung ist Lebens Foto.

 

 

Selbsthaltung

Eine sehr schöne Demonstration des Trainings in Selbsthaltung.

Bei diesem Bild gehe ich bewusst nur auf die Vorhand ein.

Mit einer solchen Halshaltung wird eine gute Kräftigung (unter anderem!) des Schultergürtels erreicht.

Sie führt zu einem Anheben der Sattellage und das Pferd lernt den Rücken loszulassen.
So kommt er in eine optimale Position um nach oben und unten zu schwingen. Auch wird in dieser Haltung eine Seitbiegung der #Wirbelsäule erst möglich.

Pferde mit einer schlechten Sattellage durch atrophierte Muskulatur, oder noch nicht entwickelter Muskulatur (z.B. Jungpferde), sollten unbedingt auf diese Weise auftrainiert werden, bevor man (wieder) ans reiten denkt!

Da der Brustkorb, incl. der sich darin befindlichen Organe, quasi am Schultergürtel aufgehängt ist und diese #Muskulatur auch ohne Reiter schon stark beansprucht wird, ist es um so wichtiger diese zu kräftigen.

Selbstverständlich funktioniert eine Entlastung der Vorhand nur, wenn das Pferd dabei mit einer aktiven Hinterhand unterwegs ist!

Bei diesem Beispiel geht es mir darum zu zeigen, welche Grundvoraussetzung notwendig ist um den Rumpf zu stabilisieren.
Ebenso ist über diese Haltung die Basis dafür geschaffen, die Kraft aus der Hinterhand über den Rücken nach vorne zu bringen :o)

Abweichungen von dieser Haltung gehen IMMER zulasten des Aufbaus der RICHTIGEN "Reitpferd-Muskulatur" ;o)

„Danke Two Toned für die Überlassung dieses lehrreichen Bildes :o) Eine sehr schöne Demonstration des Trainings in Selbsthaltung. Bei diesem Bild gehe ich bewußt nur auf die Vorhand ein. Mit einer solchen Halshaltung wird eine gute Kräftigung (unter anderem!) des Schultergürtels erreicht. Sie führt zu einem Anheben der Sattellage und das Pferd lernt den Rücken loszulassen. So kommt er in eine optimale Position um nach oben und unten zu schwingen. Auch wird in dieser Haltung eine Seitbiegung der Wirbelsäule erst möglich. Pferde mit einer schlechten Sattellage durch atrophierte Muskulatur, oder noch nicht entwickelter Muskulatur (z.B. Jungpferde), sollten unbedingt auf diese Weise auftrainiert werden, bevor man (wieder) ans reiten denkt! Da der Brustkorb, incl. der sich darin befindlichen Organe, quasi am Schultergürtel aufgehängt ist und diese Muskulatur auch ohne Reiter schon stark beansprucht wird, ist es um so wichtiger diese zu kräftigen. Selbstverständlich funktioniert eine Entlastung der Vorhand nur, wenn das Pferd dabei mit einer aktiven Hinterhand unterwegs ist! Bei diesem Beispiel geht es mir darum zu zeigen, welche Grundvoraussetzung notwendig ist um den Rumpf zu stabilisieren. Ebenso ist über diese Haltung die Basis dafür geschaffen, die Kraft aus der Hinterhand über den Rücken nach vorne zu bringen :o) Abweichungen von dieser Haltung gehen IMMER zulasten des Aufbaus der RICHTIGEN "Reitpferd-Muskulatur" ;o)“

 

 

Der Schwerpunkt des Pferdes

Zieht man von hier aus eine Senkrechte nach oben, hat man den Bereich an dem das Pferd das Reitergewicht am Besten tragen kann ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen.

Es ist sehr wichtig, daß sich der #Schwerpunkt des Reiters direkt über dem Schwerpunkt des Pferdes befindet. Nur so kann das Pferd im Gleichgewicht bleiben und nimmt keine dauerhaften Schäden.

Sitzt der Reiter jedoch hinter diesem Punkt, kommt es über kurz oder lang zu Problemen.

Diese äußern sich z. B. über #Muskelatrophien, muskulären Dysbalancen, sowie im knöchernen Bereich z. B. durch einen Senkrücken, Kissing spines etc.

„Der Schwerpunkt des Pferdes Zieht man von hier aus eine Senkrechte nach oben, hat man den Bereich an dem das Pferd das Reitergewicht am Besten tragen kann ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen. Es ist sehr wichtig, daß sich der Schwerpunkt des Reiters direkt über dem Schwerpunkt des Pferdes befindet. Nur so kann das Pferd im Gleichgewicht bleiben und nimmt keine dauerhaften Schäden. Sitzt der Reiter jedoch hinter diesem Punkt, kommt es über kurz oder lang zu Problemen. Diese äußern sich z. B. über Muskelatrophien, muskulären Dysbalancen, sowie im knöchernen Bereich z. B. durch einen Senkrücken, Kissing spines etc.“